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- über Kurt Tucholsky
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Wer ist KurtT?
Informationen über Kurt Tucholsky
Kurt Tucholsky wird 1890 als Sohn des Bankkaufmanns Alexander Tucholsky geboren. Der Vater stirbt früh und so verbringt Kurt seine Kindheit bei seiner Mutter Doris Tucholsky und verschiedenen Tanten.
Mit 21 Jahren lernt der Jurastudent Tucholsky Else Weil kennen. Ihre Reise nach Rheinsberg liefert den Stoff für sein „Bilderbuch für Verliebte”. Im ersten Weltkrieg ist er an der Ostfront, zunächst im Stellungskampf, dann auf der Schreibstube. Hier verliebt er sich in die Hilfsfreiwillige Mary Gerold, heiratet nach dem Krieg aber dennoch Else Weil. Er arbeitet als Journalist bei verschiedenen Zeitungen, dann sogar für kurze Zeit als Bankangestellter.

Nach der Trennung von Else Weil heiratet er 1924 Mary Gerold und zieht mit ihr nach Paris. Pendelnd zwischen Paris und Berlin engagiert er sich zusammen mit Carl von Ossietzky in der Deutschen Liga für Menschenrechte. Zunächst Tucholsky, danach Ossietzky übernehmen die Redaktionsleitung der „Weltbühne”, der wichtigsten linken Zeitschrift in Deutschland. Ossietzky wird mehrfach wegen Veröffentlichungen in der Weltbühne verhaftet und verurteilt.
Erich Danehl und Hans Fritsch, alte Freunde Tucholskys, wandern 1928 mit ihm durch den Spessart. Am Ende der Wanderung trifft sich Tucholsky mit der Journalisten Lisa Matthias, die das Vorbild für die Figur des „Lottchen” in seinem Roman „Schloss Gripsholm” wird. Jetzt verlässt Mary Tucholsky ihren Mann und geht zurück nach Berlin. Tucholsky verlegt 1930 seinen Wohnsitz nach Schweden, wo er mit seiner Sekretärin und Dolmetscherin Gertrude Meyer eine engere Beziehung beginnt.
Auch Lisa Matthias besucht ihn in Schweden, aber die Beziehung zerbricht. Bei einem Aufenthalt im Tessin lernt Tucholsky die Ärztin Hedwig Müller kennen, die er Nuuna nennt. Unter seinem Pseudonym Ignaz Wrobel schreibt Tucholsky in der Weltbühne den Satz „Soldaten sind Mörder”, weswegen die Reichswehrführung ihn anzeigt. Nach der Machtergreifung der Nazis in Deutschland wird Carl von Ossietzky in der Folge des Reichstagsbrandes verhaftet und ins Konzentrationslager Sonenbürg eingeliefert. Die Bücher von Ossietzky und Tucholsky werden zusammen mit denen vieler anderer bedeutender Schriftsteller als „undeutsch” öffentlich verbrannt.
1933 wird Tucholsky aus Deutschland ausgebürgert.
Wieder in Schweden erhält er für seinen nun ungültigen deutschen Pass lediglich einen schwedischen Fremdenpass, der ihm aber keine Arbeit erlaubt. Hedwig Müller unterstützt ihn finanziell, da seine Reserven erschöpft sind. Tucholsky setzt sich in Schweden für die Verleihung des Friedensnobelpreises an Carl von Ossietzky ein. Wegen ständiger gesundheitlicher Beschwerden wird Tucholsky für einen längeren Aufenthalt in einem Krankenhaus in Stockholm aufgenommen.
Seine zunehmend depressive Stimmung lässt ihn danach einen Abschiedsbrief an Mary Gerold schreiben. Am 21. Dezember 1935 um 21.55 Uhr stirbt Kurt Tucholsky in Göteborg, nachdem man ihn bewusstlos aufgefunden hat. Im Obduktionsbericht steht: „Intoxicatico? (Veronal?).”
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