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Tucholsky Bühne Theater in Minden
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Tucholsky Bühne Theater in Minden
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Lob von allen Seiten für „KurtT”
Premierenbericht / Mindener Tageblatt / 11.01.2006
„Biographical” der Tucholsky-Bühne stimmig und energiegeladen in TiC inszeniert
Minden (pri). Mit der Uraufführung von „KurtT” im Theater im Cafe (TiC) des Mindener Stadttheaters sind Eduard Schynol und der Tucholsky Bühne Minden ein „großer Wurf” gelungen.
von Ralf Kapries
Spielszenen, Songs und Tanzeinlagen reihen sich zu einem sehenswerten künstlerischen Portrait eines facettenreichen Mannes mit Ecken und Kanten - ein neues Muss für Theaterfreunde.
Eduard Schynol, Lehrer an der Tucholsky-Gesamtschule, bisher als Amateurschauspieler und -Regisseur regional bekannt, ist mit seinem neuesten Werk als Autor im Begriff, den Mindener Festungsring zu verlassen und sich auch außerhalb einen Namen zu machen. Unter den kritischen Augen des Vorstandes der Kurt-Tucholsky-Gesellschaft (KTG) - selbst Ian King war aus London gekommen - sangen, tanzten, sprachen und spielten sich die engagierten Amateurschauspieler voller Enthusiasmus das Herz aus dem leib - mitgerissen auch von den neu komponierten rockigen Musikarrangements von Edwin Tonagel und Oliver Vogtmeyer.

Die Flamme zündete beim Publikum und damit auch bei den Fachleuten. Wolfgang Helfritsch, Vorstand der KTG und als Schauspieler des Zimmertheaters Karlshorst (Berlin) gemeinsam mit seiner ebenfalls anwesenden Ehefrau Marlis mit eigenem Programm in Sachen Tucholsky (Das Leben ist gar nicht so - es ist anders ...) unterwegs und damit auch mehrfach in Minden zu sehen, zeigte sich voll des Lobes: Er habe der ungewohnten Vertonung der Tucholskytexte gelauscht und sich gefragt, ob das wirklich gehe - und es gehe ausgezeichnet und sehr stimmig.
Vor allem aber freuten sie sich über die Begeisterung, die Darsteller und Publikum ergriffen habe. Darum wolle sich die KTG bemühen, Schynols „Biographical” weiter zu tragen - weil es Spaß mache und zugleich kritisches Denken fördere. Auch Vorstandsmitglied Renate Bökenkamp, Journalistin im Un-Ruhestand aus Triberg (bei Freiburg/Schwarzwald), lobte ausdrücklich das überzeugende Engagement der Mindener Amateure.
Ensemle wächst über sich hinaus.
Das Ensemble der Tucholsky Bühne ist mit dieser Produktion wirklich über sich selbst hinausgewachsen und hat in der Qualitätsskala einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. 17 Personen auf der Bühne und ebenso viele hinter den Kulissen wirkten daran mit. Sprachverständlichkeit und Ausdruckskraft sind gestiegen, auch die musikalischen Darbietungen vermochten zu überzeugen. Die Choreografie Odile Gilberts in den Tanzeinlagen sowie die Beherrschung der „Massenszenen” inklusive Berücksichtigung vieler sinnvoller Details durch Regisseur Schynol und das harmonische Zusammenwirken aller Beteiligter zeichnen diese gelungene Inszenierung aus.
Darüber hinaus gibt es viele Einzelleistungen als Glanzlichter: Christoph Braun in der überraschend echt wirkenden Verkörperung Tucholskys, Rudi Menzel als Carl von Ossietzky, Rockröhre Claudia Kurz, Fabian Kaiser in mehreren Rollen, Christine Pohl als Claire Pimbusch und Silvia Eyres in mehreren Rollen - um nur einige zu nennen.
Schynols Biographical „KurtT” macht Spaß und ist unterhaltsam und informativ zugleich.
Weitere Aufführungen sind am 13., 14., 21., 27. Januar, 3., 23., 24. Februar, 3. und 4. März, 20 Uhr im Theater im Cafe in Minden. Karten gibt es in der Buchhandlung Bücherwurm, im express ticketshop unter der Telefonnummer 0571/882-77 und dem Ticket-Service unter 0571/911-911.
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