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Alles auf Zucker!
Regie: Eduard Schynol
"Alles auf Zucker!" ist eine Filmkomödie von Dani Levy und Holger Franke, die 2005 sechs Auszeichnungen bei dem erstmals durch die Deutsche Filmakademie verliehenen Deutschen Filmpreis gewann, darunter in den Hauptkategorien „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bestes Drehbuch“ und „Bester Hauptdarsteller“.
Die Komödie spiegelt das Leben von Juden im modernen Deutschland wider.
Es war für uns ziemlich leicht, von den Autoren die Erlaubnis zu erhalten, die Filmvorlage in eine Bühnenversion umzuarbeiten. Nach kurzem Schriftwechsel und einigen Telefonaten kam das OK aus Berlin und die Arbeit konnte losgehen.
In der ehemaligen DDR war Jakob Zuckermann alias Jacki Zucker als Sportreporter ein Star. Doch außer ein paar verknickten Autogrammkarten ist vom alten Glanz nichts mehr übrig geblieben.Jackie ist arbeitslos, die Schulden stehen ihm bis zum Hals, seine Ehe steckt in tiefer Krise und beide Kinder wollen von ihm auch nichts mehr wissen.

In seine Notlage platzen zwei bedeutende Ereignisse.
Erstens: endlich wird in Berlin eine Billardturnier stattfinden, das so erstklassig besetzt ist, wie es seinem Können entspricht. Das Preisgeld ist auf 100.000 € festgesetzt und wenn er die gewinnt, könnte Jackie mit einem Schlag alle finanziellen Sorgen los werden.
Zweitens: aus Frankfurt am Main trifft ein Telegramm von seinem jüdischen Bruder Samuel ein. Die Mutter ist gestorben. Ihr letzter Wunsch der Mutter war es, in Berlin beerdigt zu werden.
Seit zig Jahren, seit dem Bau der Mauer, hat es keinen Kontakt mehr gegeben. Auch jetzt hat Jackie nicht die geringste Lust, seinen Bruder wieder zu sehen. Und jüdisch ist Jackie nun gar nicht. Nicht die Bohne. Allerdings hat die Sache einen Haken. Die Mutter hat ein Testament hinterlassen: Erst wenn sich die seit Jahrzehnten zerstrittenen Brüder im Rahmen der Trauerzeit wieder versöhnen, bekommen sie ihr Erbe.
Samuel reist mit „Mischpoke“ aus Frankfurt an und für Jackie beginnt ein riesiges Schlammassel.
Er soll und muss die Erbschaft bekommen. Dafür muss er sieben Tage lang nach jüdischem Ritus mit der Familie zu Hause die Trauer halten. Er will und muss aber auch das Turnier gewinnen. In seiner Not täuscht er bei der Beerdigung der Mutter einen Herzinfarkt vor, um teilnehmen zu können. Jetzt setzt sich für Jackie ein irrwitziger Teufelskreis in Gang, an dessen Ende ein tatsächlicher Herzinfarkt steht.
Im Krankenhaus kann er der Versöhnung mit dem Bruder nicht mehr entfliehen. Und die Erbschaft ist ja auch noch da. Soll die etwa an die jüdische Gemeinde fallen, nur weil die beiden Brüder sich nicht einigen können?
Die Komödie „Alles auf Zucker“ spielt auf respektlose Weise und political äußerst incorrect mit den neuen (alten?) Klischees über Juden in der deutschen Gesellschaft zu Beginn des 2. Jahrtausends.
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